B2B SOLARSYSTEME INFORMIERT ...
EEG Novelle und VDE-Anwendungsregel (VDE-AR-N 4105)
Wie Sie vielleicht bereits wissen, wurde das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG) novelliert. Zusammen mit der VDE-Anwendungsregel (VDE-AR-N 4105) gelten ab 01.01.2012 neue technische Forderungen für den Netzanschluss einer Photovoltaikanlage.
Wir hatten an unserem Fachhandwerkertag am 27.01.2012 in unserem Hause die Gelegenheit mit Dietmar Dürr von der SMA Solar Technology AG über diese Thematik ausführlich zu diskutieren. Wir möchten Ihnen nun eine kurze Zusammenfassung der neuen technischen Forderungen und der VDE-Anwendungsregel (VDE-AR-N 4105) zur Verfügung stellen.
Die Neuerungen im EEG 2012 konfrontieren uns zunächst mit der Frage der wirtschaftlichen Betrachtung der 70%-Regelung.
Anlagen bis 30 kVA (ca. 31 – 33 kWp Modulleistung) haben in der Neufassung des EEG in §6 die Wahlmöglichkeit die Photovoltaikanlage mit einem
a) Einspeisemanagement und Rundsteuerempfänger auszustatten oder
b) die Wechselrichterleistung auf 70% der Modulleistung zu begrenzen.
Der Einbau des Einspeisemanagements nach Variante a) kann mit SMA Wechselrichtern mit einer Powermanagementeinheit relativ kostengünstig realisiert werden. Der Rundsteuerempfänger ist direkt vom zuständigen Energieversorger (EVU) bzw. Versorgungsnetzbetreiber (VNB) zu beziehen. Die Kosten hierfür variieren je nach Netzbetreiber. Die Stromerträge können wie bisher berechnet werden.
Nach Variante b) ist, durch die bewusste Unterdimensionierung des Wechselrichters (20-25% kleiner als bisher üblich), mit Mindererträgen zu rechnen. Der Minderertrag durch die Kappung der Tagesspitzen wird nach Hochrechnungen von unabhängiger Seite je nach Standort, Ausrichtung und Neigung zwischen 3 bis 8 Prozent betragen.
Tipps zur Angebotserstellung:
EEG 2012 – Technische Realisierung
- 70%-Begrenzung der Einspeisewirkleistung: Änderung der WR-Parameter
- SMA: Software "Sunny Explorer"
- Einspeisemanagement: Rundsteuerempfänger (RSE) über EVU zu beziehen
- SMA:
- Bis 100 kVA: 1 x AC-Schütz + RSE
- Ab 100 kVA: 1 x Sunny WebBox + 1 x Power Reducer Box + RSE
- SMA:
VDE-AR-N 4105– Technische Realisierung
- Bereitstellung von Blindleistung: Aufgabe des WR
- Frequenzabhängige Wirkleistungsreduzierung: Aufgabe des WR
- Zentraler NA-Schutz (ab 30 kVA):
- Beschaffung wird geklärt
- SMA hat eigenes Produkt (SMA Grid Gate)
- zusätzlich zum NA-Schutz sind für Schaltvorgänge zwei Schütze erforderlich (Beschaffung soll bauseits oder vom HW erfolgen)
Anbei finden Sie noch vertiefende Informationen zur Thematik zum Download.
Bei Fragen zu weiteren technischen Aspekten stehen Ihnen unsere Mitarbeiter aus dem Bereich Technik:
Herr Edwin Schneider unter 09621/916667 - 0
E-Mail: eschneider@b2b-solarsysteme.com
gerne zur Verfügung.
Flyer_NiedersprADE113112W.pdf
PDF-Dokument [4.6 MB]
B2B Fachhandwerkertag 27 1 2012.pdf
PDF-Dokument [6.8 MB]
SMA SYSTEMLÖSUNGEN zur neuen VDE-Anwend[...]
PDF-Dokument [2.0 MB]
NOVELLE EEG KOMMT!
Monatliche Kürzung gegen die "Schlussverkaufs-Rallye"
Mit einem neuen Kürzungsmodell will Bundesumweltminister Norbert Röttgen die Kosten für die Förderung der Solarenergie eindämmen. Die Förderung soll nicht wie bislang halbjährlich sinken, sondern "Monat zu Monat übers Jahr hinweg", kündigte der CDU-Politiker nach einem Treffen mit Vertretern der Solarbranche an.
Demnach sollen die Fördersätze künftig jeden Monat überprüft und gesenkt werden, falls das Marktwachstum vorher gesetzte Zielmarken überschreitet. Auf das Gesamtjahr gesehen gehe man zunächst wie bisher von Kürzungen von maximal 24 Prozent aus. Röttgen kündigte aber an, es werde demnächst weitere Gespräche geben. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) solle "zügig" geändert werden. Einen konkreten Zeitpunkt dafür nannte er nicht. Auch ist noch nicht klar, wie die Gesetzesänderung konkret aussehen soll.
EEG-Novelle nicht vor dem Frühjahr
Die erneute Neufassung des EEG wird das normale Gesetzgebungsverfahren durchlaufen. Zwischen der Einbringung in den Bundestag und der abschließenden Beteiligung des Bundesrats werden mehrere Wochen bis Monate vergehen. Die genaue Dauer des Verfahrens ist noch nicht abzusehen. Ein Inkrafttreten noch in diesem Winter dürfte jedoch ausgeschlossen sein.
Weitere Verschärfungen nicht ausgeschlossen
Mit dem neuen Gesetzgebungsverfahren sind vielfältige Möglichkeiten eröffnet, weitere Änderungen in das EEG einfließen zu lassen. Zunächst kommt es deshalb darauf an, dass die Koalition den Vorschlägen des Bundesumweltministers folgt. Dieser hat sich gestern sehr deutlich hinter die Solarbranche gestellt. Dennoch sind weitere Verschärfungen noch nicht vom Tisch.
Vergütung Dachanlagen (Vergütungssatz in Cent / kWh) EEG 2011/2012
|
|
seit 01.01.2011 |
ab 01.01.2012 |
|
Gebäudeanlagen bis 30 kWp |
28,74 ct/kWh |
24,43 ct/kWh |
|
Gebäudeanlagen 30 bis 100 kWp |
27,33 ct/kWh |
23,23 ct/kWh |
|
Gebäudeanlagen 100 kWp bis 1 MWp |
25,86 ct/kWh |
21,98 ct/kWh |
|
Gebäudeanlagen größer als 1 MWp |
21,56 ct/kWh |
18,33 ct/kWh |
|
Konversionsflächen |
22,07 ct/kWh |
18,76 ct/kWh |
|
Freilandanlagen |
21,11 ct/kWh |
17,94 ct/kWh |
Für Solarstromanlagen auf Ackerflächen, die seit 01.07.2010 an das Netz gegangen sind, gibt es keine Vergütung mehr.
Vergütung Eigenverbrauch (Vergütungssatz in Cent / kWh) EEG 2011/2012
|
Anlagengröße |
0 - 30 kWp |
31 - 100 kWp |
101 - 500 kWp |
Ab 500 kWp |
|
gültig ab 01.01.2011 |
||||
|
bei Eigenverbrauch von 0 - 30% des erzeugten Stroms |
12,36 |
10,95 |
9,48 |
Keine Vergütung |
|
bei Eigenverbrauch ab 30% des erzeugten Stroms |
16,74 |
15,33 |
13,86 |
Keine Vergütung |
|
gültig ab 01.01.2012 |
||||
|
bei Eigenverbrauch von 0 - 30% des erzeugten Stroms |
8,05 |
6,85 |
5,60 |
Keine Vergütung |
|
bei Eigenverbrauch ab 30% des erzeugten Stroms |
12,43 |
11,23 |
9,98 |
Keine Vergütung |
Verguetungssaetze2011.pdf
PDF-Dokument [16.9 KB]
DegressionsVergSaetzeAbJan2012_pdf.pdf
PDF-Dokument [17.5 KB]
Australien belegt im weltenweiten Vergleich Spitzenplätze beim Uranabbau, dem Kohleexport und dem Pro-Kopf-Energieverbrauch. Mit der Energiewende tut sich das Land dagegen schwer. Die derzeit heiß diskutierte Einführung einer CO2-Steuer könnte das ändern. Ab Juli dieses Jahres sollen die 500 größten Emittenten aus den Bereichen Energieversorgung, Bergbau, Industrie und Transport 23 australische Dollar pro verursachter Tonne Kohlendioxid bezahlen. Aus den üppigen Einnahmen sollen allein zehn Milliarden in die Förderung von sauberen Technologien gesteckt werden. Die Grüne...
>> Mehr lesen
Neuzulassungen: E-Fahrzeuge in der Nische (Mo, 20 Feb 2012)
Die Zahl der Elektroautos ist im vergangenen Jahr um 300 Prozent gestiegen. Etwas mehr als 2000 Stromer erhielten 2011 eine Zulassung. Bei über drei Millionen Neufahrzeugen bleibt der Anteil der E-Fahrzeuge aber mikroskopisch. Hilft eine Kaufprämie? Von den 2154 neuen E-Fahrzeugen kamen im letzten Jahr allein 680 aus dem Hause Mitsubishi. Der Hersteller darf sich damit über einen Marktanteil von über 30 Prozent freuen. Insgesamt sind die Zahlen des Kraftfahrzeugbundesamtes dennoch ernüchternd. Das Ziel der...
>> Mehr lesen
Technologie und Datenklau – Auf der Suche nach den Spitzeln (Do, 16 Feb 2012)
Fotografieren? Verboten! Werksführung? Unmöglich! – Betriebsgeheimnis! Als Journalist in der Erneuerbaren-Branche, insbesondere bei der Photovoltaik- und Windindustrie, kennt man diese Aussprüche zur Genüge. Die Angst und der Vorwurf: Datenklau! Zwar ist den Unternehmen eine Berichterstattung genehm, “können Sie nicht mal einen Artikel über unser neues Produkt schreiben”? Aber bitte nur mit firmeneigenem Bildmaterial und die Werkstour führt von der Kantine bis zum neuen Bürogebäude. Die Produktionshallen liegen versteckt hinter Stacheldraht bewehrten Zäunen mit Kameraüberwachung und...
>> Mehr lesen
Neuseeland: „What is Energiewende?“ (Mi, 15 Feb 2012)
Mit dem deutschen Konzept der Energiewende können Neuseeländer nicht viel anfangen. Zunächst erstaunt das. Denn Neuseeland mit seinen unberührten Landschaften eilt der Ruf einer vorbildlichen Umweltpolitik voraus. Ist das Land am anderen Ende der Welt also doch kein Vorreiter für Erneuerbaren Energien? Ein näherer Blick gibt überraschende Antworten wie der vierte Teil des Reiseblogs “Energiewende weltweit?” zeigt. Historisch gesehen hat sich Neuseeland schon immer überwiegend erneuerbar versorgt. Bis Mitte der 70er Jahre basierte die Stromerzeugung...
>> Mehr lesen
Better Place: Ohne Laden von Berlin nach Kopenhagen? (Mo, 13 Feb 2012)
Batterie wechseln statt lange aufladen? In Deutschland begegnen Autohersteller dem Konzept von Better Place mit Skepsis. Nun beteiligt sich das von Ex-SAP Manager Shai Agassi gegründete Unternehmen am Wettbewerb „Schaufenster Elektromobilität“ der Bundesregierung. Entlang der Strecke Berlin-Kopenhagen sollen Batteriewechselstationen entstehen, so Better-Place-Deutschlandchef Rolf Schumann. Better Place bietet Mobilität an. Die Idee: Kunden kaufen ein Elektroauto ohne Batterie. Per Vertrag mit Better Place sichern sie sich Zugang zu Ladesäulen oder Batteriewechselstationen. Bei letzterer wird per Roboter...
>> Mehr lesen
Frankreich – 58 Atomkraftwerke sind nicht genug (Do, 09 Feb 2012)
Was für eine (Atom)-Schmach. Frankreich, mit 58 Meilern die Grande Atomnation ( nach den USA mit 104 AKWs) muss Strom importieren: Weil es Winter ist, weil die Radiatoren vor sich hinfunzeln. Doch die größte Schmach: Die Franzosen müssen den Saft auch noch vom Atomaussteiger Deutschland beziehen. Die ganze Komödie offenbart gnadenlos, wer die Urheber und Propagandisten der weltweiten Stromlücken sind. Es sind die Energieverschwender. Denn der Einsatz von Atomkraftwerken bewirkt nur, dass sich eine Gesellschaft...
>> Mehr lesen
Teersand: Koalition stimmt gegen Bann (Mi, 08 Feb 2012)
Die EU-Kommission will teersandhaltigem Sprit den Zugang zum europäischen Markt erschweren. Umweltverbände und die Oppositon hatten die Bundesregierung aufgefordert, die Pläne zu unterstützen. Vorerst ohne Erfolg. Der Umweltauschuss des Bundestages lehnte am Mittwoch mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP einen Antrag der Grünen ab, mit dem die Bundesregierung dazu aufgefordert werden sollte, die EU-Kommission zu unterstützen. Die plant mit einer Kraftstoffqualitätsrichtlinie Sprit aus Teersanden mit einem höheren CO2-Faktor zu belegen als herkömmliches Benzin. Der...
>> Mehr lesen
Tollhaus EEG: Rösler, Sinn, Helios – Formel-Monster und Luftschlösser (Mo, 06 Feb 2012)
Philipp Röslers Entwurf zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ins Netz geschlüpft. Das Papier offenbart das ganze Ausmaß seiner Streichpläne. Das ermuntert die üblichen Verdächtigen Abgesänge aufs EEG anzustimmen, allen voran Hans-Werner Sinn. Auch der Sonnenstrom-Export aus Griechenland, zur Rettung des Pleite-Lands, wird wieder hochgezogen. Was soll diese Narrenparade? Haben die tollen Tage schon begonnen? Rosenmontag ist, von heute an gerechnet, in zwei Wochen. In Berlin haben sie es bekanntlich nicht so mit dem Karneval...
>> Mehr lesen
Teersand: Deutschland soll EU stützen (Do, 02 Feb 2012)
Die Produktion von Rohöl aus Teersanden in Kanada verursacht massive Umweltschäden. Die EU Kommission will den Import gegen den Widerstand einiger Mitgliedsstaaten erschweren. Die Bundesregierung zögert. Angesichts der knapper werdenden Vorräte rücken unkonventionelle Erdölvorkommen ins Blickfeld der Industrie. Teersand gehört dazu. Aus diesem läßt sich in einem aufwendigen Verfahren Rohöl gewinnen. Dies geschieht bereits in Kanada, wo es unter den Waldgebieten in der Provinz Alberta riesige Teersandvorkommen gibt. Um diese zu fördern wird ein riesiger...
>> Mehr lesen
Elektromobilität: Die Mär von der Ökolüge (Di, 31 Jan 2012)
Die Aufregung in den Medien ist groß: Sind Elektroautos in Wahrheit doch nicht so grün? Dies behauptet angeblich eine Studie des Öko-Institutes. Selbst Umweltminister Norbert Röttgen sieht sich zu einem Statement genötigt. Genau nachgelesen hat offenbar niemand. Elektroautos sind teuer und von zweifelhafter ökologischer Bilanz, so läßt sich verkürzt der Bericht der “taz” vom Montag zusammenfassen. Nach derzeitigem Stand führt der Ausbau der E-Mobilität zu einer höheren Klimabelastung, war dort zu lesen. Denn nur mit...
>> Mehr lesen
Extra 3 - Willkommen bei den deutschen Atomkonzernen
Regenerative Energien reduzieren Stromkosten! Hier die Fakten!
Steuern und Abgaben machen 40 Prozent des Strompreises aus. 2011 wird er im Schnitt 26 Cent pro Kilowattstunde betragen, die sich laut der Agentur für Erneuerbare Energien folgendermaßen verteilen:
| Erzeugung, Transport und Vertrieb | 14,55 Cent |
| Mehrwertsteuer | 4,17 Cent |
| Ökoenergie-Umlage | 3,53 Cent |
| Konzessionsabgabe | 2,05 Cent |
| Stromsteuer | 1,79 Cent |
| Umlage für Kraft-Wärme-Kopplung | 0,03 Cent |
Quelle: http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/151344/index.html
Atomkraftwerke: Der TÜV ist nicht unabhängig!
Der TÜV-Süd (zuständig für die Prüfung der im Film angekreideten AKW) ist eine AG. Die Aktien werden gehalten vom "TÜV e.V". Deren Mitglieder: eon, Vattenfall, EnBW - den Betreibern der angeprangerten AKW.
Solarenergie ist Verbraucherschutz
"Insgesamt machten die drei Konzerne E.ON, RWE und EnBW im Jahr 2009 einen Gewinn von mehr als 23 Milliarden €, seit 2002 von über 100 Mrd. €. Seit dem Jahr 2002 haben sich die Gewinne vervierfacht. Und für 2010 deutet sich ein weiteres Rekordjahr an, liegt doch der Gewinn nach 2 Quartalen bereits bei rund 15 Mrd. €." Quelle: Bund der Energieverbraucher e.V., Energiedepesche, 25. Jahrgang, März 2011.
Wachstumsbremse für Solarstrom ein Fehler
Die Gegner der PV fühlen sich sogar noch bestätigt, wenn anerkannte Freunde der Photovoltaik selbst eine Reduzierung des Wachstums für richtig halten. Die privaten Solaranlagenbetreiber fühlen sich im Stich gelassen und werden teilweise als „Abzocker“ öffentlich beschimpft.
Wachstumsbremse für Solarstrom ein Fehl[...]
PDF-Dokument [63.5 KB]
Wie bereits 2010, erwartet uns nun im Juli diesen Jahres wieder eine weitere Absenkung der Einspeisevergütung.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen und der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) haben sich auf eine Vorziehung der Förderkürzung für Solarstrom geeinigt.
Konkret ist vorgesehen, im Falle eines sehr stark wachsenden Zubaus von Photovoltaik-Anlagen im Frühjahr dieses Jahres einen Teil der ursprünglich erst für den Jahresanfang 2012 vorgesehenen Reduzierung der Fördersätze auf den 1. Juli 2011 vorzuziehen. Diese vorgezogene Reduzierung kann je nach Höhe des Marktwachstums 3 bis 15 Prozent betragen. Berechnungsgrundlage dieser
Vorziehung ist die Entwicklung der Photovoltaik-Binnennachfrage in den Monaten März bis Mai 2011, die durch die Bundesnetzagentur ermittelt wird. Sollte sich der Markt allerdings abkühlen und die Hochrechnung ein Marktwachstum für das Gesamtjahr 2011 von weniger als 3,5 GWp erwarten lassen, erfolgt die nächste Anpassung der Fördersätze wie bislang vorgesehen erst zum Jahresanfang 2012.
Nachfolgend finden Sie eine Tabelle zur Entwicklung der EEG Einspeisevergütung 2011/2012 in Abhängigkeit der neu installierten Leistung.
Solarsysteme_EEG.png
Portable Network Image Format [357.7 KB]
Die wichtigsten Änderungen des EEG zusammengefasst
Am 17. August 2010 wurde das Erste Gesetz zur Änderung des EEG im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Damit wurden die nachfolgenden Änderungen hinsichtlich der Einspeisevergütungen für Solarstrom rechtskräftig:
· Die
Kürzung der
Einspeisevergütung für das
Jahr 2010 erfolgte in zwei Stufen:
-
zum 01.07.2010 (rückwirkend)
zwischen 8% und 13% und
-
zum 01.10.2010 mit
einer weiteren Absenkung von 3% auf alle Photovoltaik-Anlagentypen
· Der
Eigenverbrauch für
Fotovoltaikanlagen von Privathaushalten und Gewerbe wird stärker gefördert: Die maximale Größe von Photovoltaik-Anlagen wird auf 500 kWp erhöht (bisher: 30 kWp).
· Photovoltaik-Anlagen
auf
Freiflächen werden
auch nach dem 01.01.2015 weiter gefördert und die Förderungsfähigkeit zusätzlicher Flächen wird erweitert (vorbelastete Flächen wie Industrie- und Gewerbegebiete, Seitenflächen von Autobahnen und
Schienenwegen).
· Der
Zielkorridor des
Marktwachstums für die
Berechnung der jährlichen Absenkung der Einspeisevergütung (Degression) für Photovoltaik-Strom ab dem Jahr 2011 wird auf 2.500 bis 3.500 MWp erhöht (bislang 1.200 bis 1.900 MWp).
· Die Förderung für Ackerflächen entfällt vollständig.
Die neue Regelung ist insgesamt bis zum 31.12.2011 (Stichtag für die nächste geplante Novellierung des EEG) befristet.
Feuerwehr-Einsatzkarte: Handlungsempfehlungen im Brandfall
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat zusammen mit fachkundigen Partnern die Feuerwehr-Einsatzkarte "Handlungsempfehlung Photovoltaik" erstellt, die die wichtigsten Eckpunkte und Hinweise zur Vorgehensweise im Fall des Brandes in einem Gebäude mit Photovoltaik-Anlage enthält. Damit existiert erstmals bundesweit einheitliches Informationsmaterial zum Umgang mit Photovoltaik-Anlagen im Falle eines Gebäudebrands. Als Partner haben die Berufsfeuerwehr München, der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen, der Deutsche Feuerwehrverband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung sowie der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft in dem vom BSW-Solar initiierten Expertenkreis mitgewirkt.
Als PDF-Version ist die Einsatzkarte "Handlungsempfehlung Photovoltaik" hier kostenfrei herunterzuladen.
BSW_Feuerwehrkarte_final_prev.pdf
PDF-Dokument [567.1 KB]
Stromnetze können Solarausbau gut verkraften
28.10.2010: Die Stromnetze können den künftigen Ausbau der Solarstromerzeugung auf die geplanten 52 Gigawatt im Jahr 2020, den die Bundesregierung in ihrem Nationalen Aktionsplan für Erneuerbare Energien vorsieht, gut bewältigen. Das ist das Fazit einer aktuellen Untersuchung, für die die Unternehmensberatung Roland Berger Betreiber von Verteilnetzen in sogenannten Photovoltaik-Ballungszentren befragt hat. ...
Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V., Zusammenfassung: PHOTON
Studie: Photovoltaik steht kurz vor dem ökonomischen Durchbruch
27.10.2010: Die Photovoltaik wird im Jahr 2020 etwa fünf Prozent und 2030 bis zu neun Prozent des weltweiten Strombedarfs decken können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Greenpeace International und dem Branchenverband European Photovoltaic Industry Association (EPIA), die heute im indischen Delhi vorgestellt wurde. ...
Quelle: Greenpeace International, Zusammenfassung und Übersetzung: PHOTON
Bleiben Photovoltaik-Anlagen auch trotz der Degression eine gute Investition?
Im Moment kann man diese Frage mit ruhigem Gewissen bejahen. Denn es gibt eine zweite Kraft, die den sinkenden Einspeisevergütungen für Solarstrom aus Photovoltaik-Projekten entgegen wirkt. Und zwar sind das die sinkenden Modulpreise. Der Preistrend zeigt sowohl für Dünnschicht, als auch für kristalline Module stark nach unten.
Roland Berger Strategy Consultants gehen davon aus, dass bis 2014 jährlich ein Preisverfall bei Photovoltaikmodulen von ca. 10-15% stattfinden wird. Das hat zur Folge, dass Photovoltaik-Anlagen in ihrer Anschaffung immer günstiger werden, wodurch sich der Effekt der sinkenden Vergütungen zu einem guten Teil aufhebt.


